Land NRW – Landwirtschaftskammer NRW

Land NRW – Landwirtschaftskammer NRW

Ausbildung in Land- und Fortwirtschaft bleibt gefragt

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse in den Grünen Berufen ist in NRW 2020 leicht gesunken, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Insgesamt haben 2 921 Auszubildende eine Ausbildung begonnen, etwa vier Prozent weniger als noch im Jahr 2019.

In den Berufen Landwirt und Forstwirt war die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen auf demselben Niveau wie 2019. Im Beruf Pferdewirt gab es 2020 37 mehr Auszubildende als im Vorjahr. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge stieg von 148 auf 185. In den übrigen Grünen Berufen, wie zum Beispiel Gärtner oder Hauswirtschafter, gab es 2020 weniger neue Azubis als 2019.

Die Gesamtzahl aller Auszubildenden in den Grünen Berufen in NRW ist im vergangenen Jahr ebenfalls leicht gesunken. 2020 gab es 7 740 Auszubildende und Umschüler, 170 weniger als 2019. Die höchsten Ausbildungszahlen im Agrarbereich verzeichnet unverändert der Beruf Gärtner mit 4 347 Auszubildenden. Knapp 80 Prozent der Gärtner-Azubis wählt die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Die zweithöchsten Ausbildungszahlen gibt es bei den Landwirten. Hier waren 2020 1 429 junge Menschen in der Ausbildung, gefolgt von den Hauswirtschaftern mit 1 080 Azubis.

Weitere Informationen zu den Grünen Berufen gibt es unter www.landwirtschaftskammer.de in der Rubrik Berufsbildung.

https://www.landwirtschaftskammer.de/bildung/index.htm

 

Müsli für Kälber

Frühstücksmüsli gibt es nicht nur für Menschen. Auch Kälber freuen sich über spezielles Müsli, das sie bei einem gesunden Start ins Leben unterstützt. Es versorgt die jungen Tiere mit ausreichend Energie und Proteinen für ein gesundes Wachstum, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Das Müsli enthält in der Regel geflockte und pelletierte Komponenten, ist für die Kälber besonders schmackhaft und sehr gut verdaulich. Landwirte können das Müsli bereits ab der ersten Lebenswoche zusätzlich zur Milch füttern.

Wie das tägliche Müsli auf dem Frühstückstisch enthält auch Kälbermüsli vor allem Zutaten auf Getreidebasis. Stärkereiches Futter wie Hafer-, Gersten-, Weizen- oder Maiskörner wird ergänzt durch proteinreiche Komponenten wie Raps, Soja oder Erbsen. Leckere Rübenmelasse oder Trockenschnitzel animieren auch sehr junge Tiere zur Futteraufnahme. Angereichert werden die Kälbermüslis mit Vitaminen, welche die Immunabwehr des Kalbes unterstützen.

 

Kräuter von der Fensterbank

Frische Kräuter im Winter und das ohne eigenen Garten? Das geht. Kräuter lassen sich auf dem Balkon oder im Zimmer heranziehen und auch kultivieren, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Dort gedeihen Basilikum, Bohnenkraut, Borretsch, Dill, Oregano, Estragon, Kerbel, Kresse, Lavendel, Majoran, Petersilie, Pimpinelle, Portulak, Rosmarin, Salbei, Sauerampfer, Schnittlauch, Thymian, Tripmadam und Zitronenmelisse.

Einige dieser Kräuter werden in den Gemüseabteilungen der Supermärkte in Töpfen angeboten. Sie sind zum schnellen Verbrauch gedacht und stehen deshalb in relativ kleinen Töpfen mit wenig Erde. Will man sie weiter kultivieren, sollte man sie möglichst bald in einen größeren Topf pflanzen und zunächst nicht ernten. Dann können sie genügend Blattmasse bilden, um weiter zu wachsen. Voraussetzung für den Kräuteranbau im Zimmer sind ein helles Fensterbrett und ausreichende Feuchtigkeit. Der mobile Kräutergarten hat nach etwa zwölf Wochen eine Größe erreicht, bei der Blätter und Triebe fortlaufend geschnitten werden können.

Mit etwas Geduld kann man seine Kräuter aber auch gut selbst heranziehen. Wer wenig Erfahrung hat, wählt zunächst pflegeleichte Pflanzen, wie Schnittlauch oder Minze, aus. Neben dem Saatgut benötigt man Töpfe, Anzuchterde mit Sand gemischt oder spezielle Kräutererde, Etiketten und eventuell Gefrierbeutel. Die Aussaat der Kräuter ist einfach. Es ist jedoch darauf zu achten, ob es sich um Licht- oder Dunkelkeimer handelt. Saatgut von Lichtkeimern, wie Basilikum, Bohnenkraut, Oregano, Estragon, Majoran, Thymian und Zitronenmelisse, darf nicht mit Erde bedeckt werden. Allenfalls Zeitungspapier ist als Abdeckung gegen Feuchtigkeitsverlust erlaubt, bis die Keimung erfolgt ist.

Eine clevere Idee sind Saatscheiben. Zwischen zwei dünnen Lagen Vliespapier liegen die Saatkörner genau im richtigen Abstand. Die Saatscheiben haben einen Durchmesser von beispielsweise 8 cm und passen genau auf einen 8-cm-Topf. Dieser wird mit Erde gefüllt, die Saatscheibe wird aufgelegt und eventuell dünn mit Erde bedeckt. Angießen, fertig. Jetzt muss nur noch auf gleichmäßige Feuchtigkeit geachtet werden. Das mühsame Vereinzeln ist hier nicht nötig. Später kann man die Kräuter in den Garten oder Balkonkasten pflanzen oder auf der Fensterbank stehen lassen und laufend davon ernten. Ist der Topf durchwurzelt, muss in einen größeren umgepflanzt werden. Besonders günstig sind die Saatscheiben bei Kräutern, die im Freiland nur schwer oder unregelmäßig keimen, wie Petersilie oder Basilikum.

(Quelle: Pressemitteiliung Landwirtschaftskammer NRW)