Landwirtschaftskammer NRW – Ferienbauernhöfe wieder eröffnet

Landwirtschaftskammer NRW – Ferienbauernhöfe wieder eröffnet

Landurlaub in NRW wieder möglich

Die Sommerferien sind nicht mehr weit entfernt und nach dem langen Lockdown ist die Sehnsucht nach einer Auszeit groß. Passend zur bevorstehenden Urlaubszeit dürfen die Ferien-Bauernhöfe in Nordrhein-Westfalen wieder Gäste empfangen, teilt die Landwirtschaftskammer NRW mit.

Kuscheln mit Kaninchen, Katze & Co., Kälber füttern, Pony reiten und im Heu und Stroh toben ist auf vielen Höfen nun wieder möglich. Auch Radfahrer, Wanderer und Camper sind auf den Landurlaubshöfen herzlich willkommen.

Für einen Tagesausflug bietet sich ein Besuch in einem der zahlreichen Bauernhofcafés an. Auch diese dürfen große und kleine Gäste mit ihren vielseitigen Speisekarten und regionalen Spezialitäten wieder bewirten.

Wer einen Urlaub oder Ausflug plant, sollte sich kurz vorher informieren, welche Corona-Regeln in der jeweiligen Region des Bauernhofes gelten. Diese können sich mit steigenden oder sinkenden Inzidenzwerten ändern. Wer noch auf der Suche nach dem passenden Ferienhof ist, findet unter www.landservice.de eine große Auswahl an unterschiedlichen Angeboten.

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Mit Nützlingen gegen Schädlinge im Gewächshaus

Wer im Gewächshaus Gemüse anbaut, stellt im Sommer häufig fest, dass Schädlinge Tomaten, Gurken, Paprika und Auberginen befallen. Am häufigsten treten Blattläuse, Spinnmilben und die Weiße Fliege auf, berichtet der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer NRW. Darüber hinaus kann es aber auch zu einem Befall mit Thripsen kommen. Die warmen Klimabedingungen im Gewächshaus sorgen in der Regel dafür, dass sich die Schädlinge schnell vermehren.

Sollte es an den Pflanzen im Gewächshaus bereits zu einem Befall gekommen sein oder ist dieser aller Wahrscheinlichkeit nach noch zu befürchten, kann man die meisten Schädlinge am besten mit Nützlingen bekämpfen. Es ist sinnvoll, diese Nützlinge bereits frühzeitig bei beginnendem Befall oder sogar vorbeugend auszusetzen. Folgende Nützlinge stehen zur Bekämpfung der Schädlinge zur Verfügung:

Gegen Blattläuse helfen Schlupfwespen (Aphidius-Arten), Florfliege (Chrysoperla carnea) und die Räuberische Gallmücke (Aphidoletes aphidimyza). Bei Spinnmilben sind die Raubmilben (Phytoseiulus persimilis und Amblyseius californicus) angesagt. Thripsen lassen sich mit Raubmilben (Amblyseius cucumeris und Amblyseius swirskii) oder Raubwanzen (Orius-Arten) bekämpfen. Bei der Weißen Fliege hilft die Schlupfwespe (Encarsia formosa).

Ein Bezug der Nützlinge ist unter anderem bei diesen Nützlingsanbietern möglich: Katz Biotech AG, www.katzbiotech.de; oder bei Sautter & Stepper GmbH, www.nuetzlinge.de; oder bei W. Neudorff GmbH KG, www.neudorff.de.

 

 

Pilzkrankheiten an Rosen

Viele Rosen sind jetzt von Pilzkrankheiten wie Echtem Mehltau, Rosenrost und Sternrußtau befallen, teilt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit.

Der Echte Mehltau – Sphaerotheca pannosa – zeigt sich durch einen weißen, mehlartigen Belag an den Triebspitzen, Knospen und Blättern. Zusätzlich können sich befallene Blätter leicht einrollen. Der Rosenrost – Phragmidium mucronatum – hingegen verursacht gelborange Flecken an der Blattoberseite und zunächst orangefarbene, später braunschwarze Pusteln an der Blattunterseite. Ein starker Befall kann zu Blattverlust führen.

Die aggressivste Pilzkrankheit an Rosen ist der Sternrußtau – Diplocarpon rosae. Nach einer Infektion entstehen an den Rosenblättern unregelmäßige violettschwarze, sternförmige Flecken mit ausgefranstem Rand. Anschließend werden die Blätter sehr schnell gelb und fallen dann ab.

Um eine Ausbreitung von Pilzkrankheiten an den Rosen zu verhindern, ist es ratsam, erkrankte Blätter frühzeitig abzupflücken. Wenn der Echte Mehltau auftritt, kann man erkrankte Triebspitzen leicht zurückschneiden.

Falls vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung eines Befalls nicht ausreichen, können zusätzlich Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, die es im gut sortierten Gartenfachhandel gibt. Eine mehrmalige Wiederholung der Behandlung, entsprechend den Angaben in der Gebrauchsanleitung, ist zu empfehlen.

Als weitere Maßnahme empfiehlt der Pflanzenschutzdienst, für Neupflanzungen möglichst robuste Rosensorten auszuwählen, sogenannte ADR-Rosen. ADR steht für Allgemeine Deutsche Rosen Neuheitenprüfung, womit besonders widerstandsfähige, leistungsfähige und gesunde Rosen ausgezeichnet werden. Die Pflanzen sollten an einem sonnigen Standort gepflanzt werden, damit Blätter nach Niederschlägen rasch wieder abtrocknen. Beide Maßnahmen beugen einem Befall vor.

 

 

Dr. Gerhard Leßmann 90 Jahre

Dr. Gerhard Leßmann, Direktor der Landwirtschaftskammer Rheinland von 1984 bis 1996, vollendete am 29. Mai sein 90. Lebensjahr. Nach dem Abitur machte Dr. Leßmann eine zweijährige Landwirtschaftslehre, anschließend studierte er in Bonn Landwirtschaft und promovierte dann am Institut für Tierzucht. Bevor er 1960 zur Landwirtschaftskammer Rheinland kam, absolvierte er den Vorbereitungsdienst für den Höheren landwirtschaftlichen und ernährungswirtschaftlichen Dienst.

Seine Arbeit für die Landwirtschaftskammer Rheinland begann als Landwirtschaftslehrer und Wirtschaftsberater an der Landwirtschaftsschule in Dülken. Nach verschiedenen Abordnungen, unter anderem an das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, kam er 1963 zur Zentrale der Kammer nach Bonn, um die Große Rheinische Landwirtschaftsschau 1965 vorzubereiten. Nach einem weiteren Jahr in der Marktabteilung der Kammer holte ihn Staatssekretär Prof. Dr. Schlütter 1966 in das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium. Zunächst war er elf Jahre lang tätig als Haushalts- und Koordinierungsreferent für die Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes, danach leitete er sechs Jahre das Referat Schulische Ausbildung. In dieser Zeit war er auch Vorsitzender im Prüfungsausschuss für den Höheren landwirtschaftlichen und ernährungswirtschaftlichen Dienst im Land Nordrhein-Westfalen. 1970 wurde Dr. Gerhard Leßmann Leitender Ministerialrat und übernahm die Leitung der Gruppe Pflanzliche Erzeugung bis zu seinem erneuten Wechsel zur Landwirtschaftskammer Rheinland.

Am 2. Dezember 1983 wählte die Hauptversammlung der Landwirtschaftskammer Rheinland Dr. Gerhard Leßmann zum Kammerdirektor. Während seiner Amtszeit kamen zahlreiche neue Aufgaben auf die Landwirtschaftskammer zu, unter anderem die Abwicklung der Milch-Garantiemengen-Verordnung und die umfangreichen Verwaltungsaufgaben im Rahmen der EU-Agrarreform. Bei den vielfältigen organisatorischen Maßnahmen innerhalb der Kammer, die notwendig wurden, um die erhebliche Mehrarbeit mit den vorhandenen Mitarbeitern bewältigen zu können, kamen ihm seine langjährigen Erfahrungen in der Verwaltung zugute. Bei seiner Arbeit versuchte er stets einen vernünftigen Ausgleich zwischen den Interessen des Berufsstandes, des Landes und der Mitarbeiter herbeizuführen.

In Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die rheinische Landwirtschaft verlieh ihm die Landwirtschaftskammer Rheinland bei seiner Verabschiedung aus dem aktiven Dienst im März 1996 ihre höchste Auszeichnung, die Goldene Plakette.

 

Foto Sassan Dastkutah – Ländliche Urlaubsidylle

(Quelle: Landwirtschaftskammer NRW)