Doppelter Geburtstag bei der LUFA NRW

Die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) feiert doppelten Geburtstag. Ihre Vorläuferinstitute wurden im Rheinland vor 165 Jahren und in Westfalen und Lippe vor 150 Jahren gegründet, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Was vor eineinhalb Jahrhunderten mit ersten einfachen Untersuchungen zu Bodenfruchtbarkeit und Pflanzenernährung begann, umfasst heute hochkomplexe Laboranalysen von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Erzeugnissen und Produktionsmitteln.

Auf der Jubiläums-Internetseite der LUFA unter www.lufa-nrw.de  finden Interessierte viele Informationen zu den LUFA-Vorläufern und zur Gründung der LUFA. Historische Fotos und Dokumente illustrieren die Geschichte der Agrochemie und die Entwicklung des landwirtschaftlichen Untersuchungswesens in NRW. Eine Fotostrecke zeigt den Neubau der LUFA NRW vom ersten Spatenstich 2015 bis zur Fertigstellung 2017. Wer Lust hat, eine Bodenprobe auf ihrem Weg durch das Labor zu begleiten, kann das in einem virtuellen Laborrundgang tun.

Der Untersuchungsumfang der LUFA beinhaltet je nach Kundenwunsch chemische, physikalische, mikrobiologische und sensorische Untersuchungen. Zu den Kunden der LUFA NRW gehören Landwirte, Gärtner, Obst- und Gemüsebauern, Dienststellen der Landwirtschaftskammer, landwirtschaftliche Organisationen, Privatpersonen, Behörden sowie Unternehmen der vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche.

https://www.landwirtschaftskammer.de/lufa/wir/jubilaeum/index.htm

 

 

Ludwig Hanebrink 75 Jahre

Am 16. Juni vollendete Ludwig Hanebrink, ehemaliger Direktor der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, sein 75. Lebensjahr. Ludwig Hanebrink war von Januar 2004 bis Mai 2008 Direktor der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Von 1996 bis 2003 – bis zur Fusion der beiden Landwirtschaftskammern in Nordrhein-Westfalen – war er Direktor der Landwirtschaftskammer Rheinland.

Geboren in Rheda-Wiedenbrück kam Ludwig Hanebrink im Alter von vier Jahren ins Rheinland, wo seine Eltern in Langst-Kierst im Kreis Neuss einen Viehhandel gründeten. Nach dem Studium der Landwirtschaft in Bonn und der Referendarzeit begann Hanebrink 1974 seine Tätigkeit bei der Landwirtschaftskammer Rheinland. Nach einem Jahr als Referent im Pflanzenschutzamt in Bonn arbeitete er von 1975 bis 1988 als Lehrer und Berater an der Landwirtschaftsschule Grevenbroich. Er erwarb sich bald einen Ruf als kompetenter Fachmann für Acker- und Pflanzenbau, der selten am Schreibtisch, dafür umso öfter draußen im Feld anzutreffen war.

1988 wurde Ludwig Hanebrink zum Geschäftsführer der Kreisstelle Viersen der Landwirtschaftskammer Rheinland und zugleich zum Direktor der Landwirtschaftsschule und Höheren Landbauschule Viersen berufen. Hier engagierte er sich vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit für den Berufsstand und war unter anderem an der Gründung der ersten Kooperation zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft im Rheinland beteiligt. 1991 kam Hanebrink zurück in die Zentrale der Landwirtschaftskammer nach Bonn als Direktor der Abteilung Land- und Gartenbau und war zugleich Ständiger Vertreter des Kammerdirektors.

In Anerkennung seiner Verdienste wurde Ludwig Hanebrink im Mai 2008 bei seiner Verabschiedung mit der Goldenen Plakette der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

 

 

Endspurt für den Spargel

In wenigen Tagen endet die diesjährige Spargelsaison. Am Johannistag, dem 24. Juni ist Spargelsilvester. Dann beenden die Spargelanbauer ihre Ernte, teilt die Landwirtschaftskammer NRW mit. Wer jetzt noch einmal frischen, heimischen Spargel genießen möchte, kann auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen zugreifen. Eine Liste mit Hofläden in der Nähe gibt es unter www.landservice.de.

Nach dem Johannistag werden die Triebe dann nicht mehr gestochen. In den nächsten drei Monaten wächst der Spargel bis zu zwei Meter hoch und bildet mit Hilfe des Sonnenlichtes Energiereserven, die ab September in die Speicherwurzeln eingelagert werden. Dieser Vorrat sichert die Ernte für die nächste Saison.

Wer auch nach dem 24. Juni nicht auf Spargel verzichten möchte, kann ihn einfrieren. Damit beim Kochen alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben, sollte man den Spargel mit Dampf garen. Das geht am besten in einem Spargeltopf oder einem hohen Kochtopf. Zu Bündeln geschnürt werden die Stangen hochkant in den Topf mit wenig kochendem Wasser gestellt. Etwas Salz und Zucker geben ein besonderes Aroma. Wer noch auf der Suche nach dem passenden Rezept ist, kann sich von der Broschüre Heimvorteil Spargel inspirieren lassen. Sie ist unter www.landwirtschaftskammer.de in der Rubrik Landleben / Rezepte zu finden.

https://www.landwirtschaftskammer.de/verbraucher/rezepte/spargelrezepte.pdf

 

 

Digitaler rheinischer Schuffeltag

Mit der Hacke zurück in die Zukunft? Diese Frage wurde beim ersten digitalen rheinischen Schuffeltag diskutiert, den die Landwirtschaftskammer NRW am 11. Juni gemeinsam mit Pfeifer & Langen/LIZ und dem Rheinischen Rübenbauer-Verband veranstaltet hat.

Die mechanische Unkrautbekämpfung in Zuckerrüben, das Hacken oder Schuffeln, war früher die einzige Möglichkeit, pflanzliche Konkurrenz in Rübenbeständen zu regulieren. In mehreren Videos zeigten die Veranstalter, dass sie nun in moderner Form zurück aufs Feld kommt. Kameras erkennen das Unkraut und steuern die Hacke bei voller Fahrt geschickt zwischen den Rüben-Reihen. Die Besucher des Feldtages lernen nicht nur Hacken von unterschiedlichen Herstellern kennen, sondern können sie sich auch direkt im Einsatz anschauen.

Alle Videos sind auch nach dem Schuffeltag unter www.schuffeltag.de weiterhin verfügbar.

https://www.schuffeltag.de/

 

 

Australische Wollschildlaus an Zierpflanzen

Die Australische Wollschildlaus (Icerya purchasi) ist ein auffälliger Schädling, der gelegentlich an Zitrusbäumchen auftritt. Die Schildlaus wird einschließlich ihres weißen, länglich ovalen Eisacks bis zu einem Zentimeter lang, berichtet der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Außer an Zitrus-Arten kommt sie manchmal auch an Klebsame, Geißklee, Mimose, Rosmarin und Buchsbaum vor.

Die Schildlaus entwickelt sich über mehrere Larvenstadien zum ausgewachsenen Tier. Die jungen Schildlauslarven sind sehr beweglich und können sich schnell weiter ausbreiten. Die Schildlaus schädigt ihre Wirtspflanzen, indem sie Pflanzensaft aus dem Gewebes saugt sowie durch das Absondern von klebrigem Honigtau.

Wer die Australische Wollschildlaus an seinen Pflanzen entdeckt, sollte die Tiere möglichst bald von den befallenen Pflanzenteilen entfernen. Man kann die Schädlinge zum Beispiel mit einem Messer abkratzen oder die betroffenen Pflanzenteile abpflücken oder leicht zurückschneiden. Wenn dies zur Bekämpfung nicht ausreicht, ist es darüber hinaus möglich, die Pflanzen, soweit es sich um Zierpflanzen handelt, mit einem Pflanzenschutzmittel zu behandeln. Die Ausbringung des Mittels ist bei Bedarf mehrmals im Abstand von 10 bis 14 Tagen zu wiederholen.

(Quelle:Pressemitteilung Landwirtschaftskammer NRW)