Stadt Moers – vhs lädt zur geschichtlichen Auseinandersetzung in ‚Villa ten Hompel‘ ein

Stadt Moers – vhs lädt zur geschichtlichen Auseinandersetzung in ‚Villa ten Hompel‘ ein

Moers. (pst) Aktiv mit deutscher Geschichte auseinandersetzen: Die vhs Moers – Kamp-Lintfort lädt am Samstag, 22. August, von 8.30 bis 19 Uhr zu einer Exkursion zur ‚Villa ten Hompel‘ in Münster ein. Anmeldungen sind bis Freitag, 6. August, möglich. Die Fahrt findet in Kooperation mit dem Verein Erinnern für die Zukunft Moers e. V. und dem Partnerschaftsverein Ramla-Moers e. V. statt. Während des Nationalsozialismus´ war die ehemalige Fabrikantenvilla Sitz der Ordnungspolizei. Später wurde sie Ort der Entnazifizierung und Dezernat für Wiedergutmachung im Nachkriegsdeutschland. Die Dauerausstellung ‚Geschichte – Gewalt – Gewissen‘ erzählt in Anlehnung an die Hausgeschichte von den Verbrechen der Ordnungspolizei und den Versuchen der Aufarbeitung. Thematisiert werden unter anderem die enorme Dimension der Beteiligung der uniformierten Polizei am Zweiten Weltkrieg und an dem Völkermord sowie der Versuch einer ‚Wiedergutmachung‘ der Bundesrepublik gegenüber den Verfolgten. Während der anschließenden circa einstündigen Stadtteilführung ‚Rund um die Villa‘ besuchen die Teilnehmenden auch Orte der Verfolgung, wie etwa die Leitstelle der Gestapo oder die Deportationssammelstelle Gertrudenhof. Dort wurden jüdische Menschen aus dem Münsterland und Münster vor ihrer Verschleppung nach Riga festgehalten. Im Anschluss gibt es im Zentrum von Münster Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit anderen Exkursionsteilnehmenden.

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Die Abfahrt am Samstag, 22. August, findet um 8.30 Uhr am Busparkplatz Mühlenstraße statt. Anmeldungen nimmt die vhs telefonisch entgegen 0 28 41 / 201-565. Anmeldeschluss ist Freitag, 6. August. Während der Busfahrt und der Führung in der Villa besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Mehr Informationen gibt es online auf www.vhs-moers.de.

Foto: privat

(Quelle: Pressemitteilung Stadt Moers)