Stadt Duisburg – Umweltamt: Ranger informieren und kontrollieren im Landschaftsschutzgebiet Bruchgraben im Duisburger Süden

Stadt Duisburg – Umweltamt: Ranger informieren und kontrollieren im Landschaftsschutzgebiet Bruchgraben im Duisburger Süden

Duisburg Im Landschaftsschutzgebiet (LSG) Bruchgraben im Duisburger Süden sind ab sofort Ranger des RVR im Einsatz. Die Ranger kontrollieren vor Ort den Schutz der Natur, da für ein verträgliches Miteinander von Erholungsuchenden und Natur in Landschafts- und Naturschutzgebieten natürlich gewisse Regeln gelten.

 

Grundsätzlich ist in Landschaftsschutzgebieten (LSG) auch das Betreten der Flächen abseits der Wege und das Freilaufenlassen von Hunden zulässig, wie beispielsweise auf den Rheinwiesen. Im LSG Bruchgraben sind Formen der Nutzung abseits von offiziellen Wegen allerdings nicht gestattet, da es sich bei den Flächen nicht nur um ein Landschaftsschutzgebiet, sondern auch um Ausgleichsflächen für den Natur- und Artenschutz handelt. So bietet das Gebiet für die Vogelwelt aufgrund der offenen Wiesenflächen mit den Gehölzsäumen und Hecken am Rand ein großes Potential. Gefährdete Vogelarten wie der Wiesenpieper, die Schafstelze oder auch die Feldlerche können als Bodenbrüter hier vorkommen. Auch der Bruchgraben selber bietet mit seinen naturnahen Wasserflächen eine Bereicherung der Lebensraumstrukturen. Leider unterliegt die Artenvielfalt einem enormen Druck durch die Erholungsuchenden, die die offenen Wiesenflächen queren und am Gewässer entlang laufen. Freilaufende Hunde tragen zu einer erheblichen Störung der Tiere bei, so dass das vorhandene hohe Potential für den Schutz dieser selten gewordenen Arten nicht ausgeschöpft werden kann.

 

Solche Kompensationsflächen müssen, um ihre Funktion zu entfalten, wie Flächen eines Naturschutzgebietes behandelt werden. Daher ist ein Betreten von Flächen abseits der Wege und ein Laufenlassen von Hunden nicht gestattet. Im LSG Bruchgraben ist also das Begehen mit und ohne Hund (ob angeleint oder nicht) und das Befahren mit Fahrrädern der angelegten Wege gestattet, nicht aber das Betreten der Flächen außerhalb der Wege.

 

Über Jahre hinweg wurde versucht, Zäune und Tore instand zu halten. Allerdings musste leider immer wieder festgestellt werden, dass selbst frisch reparierte Zäune aufgeschnitten wurden, um auf die abgezäunten Flächen zu gelangen. Mittlerweile wurden erneut die Zäune repariert bzw. an den entscheidenden Stellen wieder geschlossen sowie eindeutige Verbotsschilder aufgestellt.

 

Im letzten Jahr hat das städtische Umweltamt mithilfe von geschulten Kräften, sogenannten Rangern, sehr gute Erfahrungen in den Schutzgebieten Friemersheim, Walsum, Binsheim sowie den Rheinauen bei Hochemmerich gemacht. Die Ranger sind gleichzeitig Fachleute im Naturschutz und geben Duisburgern gerne Auskunft zu den örtlichen Themen des Naturschutzes. Außerdem wurden zahlreiche Personen über ihr Fehlverhalten aufgeklärt, in wenigen Fällen wurde auch ein Bußgeld verhängt.

(Quelle:Pressemitteilung Stadt Duisburg)